NEU: Torsten Laux / Stefan Antweiler: Module zur Orgelimprovisation im Gottesdienst 3

Zeitgenössische modale Techniken

Der dritte Band der MODULE ZUR ORGELIMPROVISATION IM GOTTESDIENST unter dem Titel ZEITGENÖSSISCHE MODALE TECHNIKEN beschäftigt sich mit der Anwendung zeitgenössischer Modelle, Strukturen und Skalen zur Gestaltung von Intonationen und Choralvorspielen, Choralbegleitungen und Choralvariationen sowie Partiten zu Liedern des Evangelischen Gesangbuchs (EG) und des Gotteslobs (GL).

NEU: Eduard Wollitz – Hell und Dunkel. Eine utopische Erzählung.

Science Fiction – Musik | Edition Edelfeder Band 6 (vss. 1.7.19)

Das Jahr 2123 spielt sich in einer hochtechnisierten, komfortablen Welt ab, die mit Robotern und Computern den Alltag regelt. Die langlebigen Menschen pflanzen sich kaum noch fort. Sie leiden an Unterbevölkerung und Einsamkeit. Die Sehnsucht nach menschlicher Wärme stillt der Protagonist durch die Musik Bachs, Gubaidulinas und Wagners. Schriftgröße extra groß. Hochwertiges Material.

In Vorbereitung: Siegfried Wagner 150 “…mindestens ein halber Esel…” (vss. 30.8.19)

„Es bedarf schon der Geduld, bis man wenigstens eine kleine Anzahl der Vorurteile beseitigt hat, die gegen den Sohn eines großen Mannes feststehen. Ich weiß nicht, wie sich das in andern Ländern verhält; in Deutschland besteht jedenfalls ein Dogma, dass solch ein Sohn mindestens ein halber Esel, wenn nicht gar ein kompletter Idiot sein muss.“

Siegfried Wagner, 1923

Wilhelm Eduard Scholz: Grande Sonate (1839)

„Empfindung, oft feurige, spricht fast überall aus dieser Sonate.“ ROBERT SCHUMANN (1810-1856) zur Grande Sonate pour le Piano-Forte von W. E. Scholz.

Anerkennend fällt das Votum Robert Schumanns zur Grande Sonate pour le Piano-Forte des Hofkapellmeisters W. E. Scholz aus, der am Hof des Fürsten August zu Hohenlohe-Oehringen in Schlawentzitz/Oberschlesien tätig war.

Dominik Susteck: “Hören…Verstummen” Messe basse für Sopran, Orgel und Schlagzeug (ad libitum)

Die Messe verzichtet bewusst auf die Verwendung außerliturgischer Texte. Angesichts des weltweiten Terrors wählt die Messe ein „Verstummen“ als Demonstration für den Frieden. Die Stimmung des Zurückgehaltenen beschreibt einen imaginären Schweige-marsch, erinnernd an die zahllosen Toten von Gewalt und Terror.

Markus Bongartz: Kobold

Die mythologische Figur des Kobolds treibt ihren Schabernack, durchkreuzt Pläne, benimmt sich schlecht, ohne wirklich Schaden anzurichten. Sie gleicht der Instanz des undomestizierten Kindes in jedem von uns. In der Komposition gibt es ausgedehnte Passagen der Improvisation. Dazu steht Material zur Verfügung, das auf die ausgearbeiteten Teile Bezug nimmt, aber in vielerlei Hinsicht autonom ist. Somit ist jeder vorgefasste Plan hinfällig.

Markus Bongartz: Atemnot

Die Idee zu dieser Komposition entstand bei der Beschäftigung mit dem ursprünglichen Ritus der Taufe. Es hat den Charakter einer Konfrontation: mit Wucht ist der Täufling den Elementen ausgesetzt. Das Eintauchen des Kopfes unter Wasser lässt die Kraft des Wassers und der Luft spüren. Beides ist notwendig und gefährlich zugleich, ein Einbruch des Realen in die behagliche Welt des „Kind-Seins“. Das Sakrament, das Rituelle geht vollkommen auf im Charakter des Materiellen. Deshalb beginnt das Stück wie ein monolithischer Block, musikalisch-klangliches Material wie zum Greifen. Die Violine tritt zunächst alternierend mit der Orgel in Erscheinung, dann zunehmend dialogisierend – die Textur verflüssigt sich, wird individueller, beseelter.