Allende-Blin, Juan (*1928)

Juan Allende-Blin studierte zunächst bei seinem Onkel Pedro Humberto Allende Sarón und dem Webern-Schüler Fré Focke und dann an der Universität von Santiago. Im Rahmen der Darmstädter Ferienkurse nahm er Unterricht bei Olivier Messiaen. 1951 kam er nach Detmold und zog kurz darauf nach Hamburg. Von 1954 bis 1957 unterrichtete er als Professor für musikalische Analyse an der Universität von Santiago. 1957 übersiedelte er nach Deutschland und wurde 1962 Mitarbeiter des Norddeutschen Rundfunks in Hamburg. Er lebt seit 1971 als freier Komponist in Essen,[1] bis zu dessen Tod zusammen mit dem Komponisten und Organisten Gerd Zacher.

Allende-Blin komponierte Instrumentalmusik für unterschiedliche Besetzungen, zwei Ballette, Chansons und Musik für Tonband und instrumentierte die fragmentarisch nachgelassene Oper La Chute de la Maison Usher von Claude Debussy. Als Musikpublizist beschäftigt er sich insbesondere mit der Musik des Exils.

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