Scholz, Wilhelm Eduard: Grande sonate (1839), neu herausgegeben von Stefan Antweiler

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Wissenschaftliche Neuausgabe mit kritischem Bericht. ISMN 9790502123574, Are 2357. 44 Seiten.

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Beschreibung

„Empfindung, oft feurige, spricht fast überall aus dieser Sonate.“ ROBERT SCHUMANN (1810-1856)
zur Grande Sonate pour le Piano-Forte von W. E. Scholz

Anerkennend fällt das Votum Robert Schumanns zur Grande Sonate pour le Piano-Forte des
Hofkapellmeisters W. E. Scholz aus, der am Hof des Fürsten August zu Hohenlohe-Oehringen in
Schlawentzitz/Oberschlesien tätig war. Schumann schätzt das Talent des Komponisten, das in
der Klaviersonate offenkundig wird. Er konstatiert: „[E]ben so glücklich geschieht der Hauptrückgang in der Mitte des Satzes, die Stelle, die immer und ewig das Merkmal gewonnener Herrschaft über die Form bleiben wird.“ Die Neuedition der Klaviersonate richtet sich bei der Verteilung der Stimmen, der Verbalkung sowie der Halsrichtung der Noten im Wesentlichen nach dem Notenbild der Druckausgabe des Breslauer Verlages Ch. Weinhold.

Marke

Antweiler, Stefan (*1970)

Stefan Antweiler wurde 1970 in Bad Kreuznach geboren. Seine musikalische Ausbildung begann er am Bischöflichen Institut für Kirchenmusik in Mainz, wo er die Kirchenmusiker-Prüfung C für Chorleiter und Organisten ablegte. Daran anschließend vertiefte er seine Kenntnisse bei dem ehemaligen Essener Domorganisten und Komponisten Heino Schubert, der ihn in Orgel und Harmonielehre unterrichtete. In Heidelberg studierte er Musik mit den instrumentalen Schwerpunkten Orgel und Tuba. Prägend war hier vor allem das Studium bei dem Komponisten und Organisten Uwe Lohrmann. Neben seiner kompositorischen Arbeit erforscht Stefan Antweiler musikalische Handschriften des 18. und 19. Jahrhunderts. Hier liegt der Fokus der Tätigkeit auf der Orgelmusik und der Herausgabe von Kompositionen der Hofkapellmeister und Hofmusiker.

Scholz, Wilhelm Eduard (1800-1866)

Der Komponist Wilhelm Eduard Scholz wurde 1807 oder 1808 in Niederschlesien ge­bo­ren. Schon in jungen Jahren erhielt er eine musikalische Ausbildung in Breslau, deren Details aber nicht bekannt sind. Seine Kompositionen wurden in Breslau, aber auch in Wien mit Erfolg aufgeführt, bevor er 1838 zum Hofkapellmeister des Fürsten August zu Hohen­lohe-Oehringen in Schlawentzitz/Oberschlesien ernannt wurde. Dort formte Scholz die Hofkapelle zu einem angesehenen Klangkörper, der über die Grenzen Schlesiens hinaus Bekanntheit erlangte. Scholz kehrte in den 1850er Jahren wieder nach Breslau zurück, wo er 1866 verstarb. W. E. Scholz, dessen Schaffen durch die Musik F. Schuberts, R. Schumanns und C. M. von Webers geprägt ist, hat ein umfangreiches Œuvre hinterlassen. Dazu zählen seine im Jahr 2016 als Erst­editionen erschienenen Instrumentalkonzerte, Ouvertüren, Lied- und Klavier­kom­­po­si­tionen sowie annähernd 400 Be­arbeitungen, die er als Harmoniemusik für die Hofkapelle in Schla­wen­tzitz arrangierte.