Jacobi, Wolfgang: Italienische Lieder für Sopran und Klavier (1954) herausgegeben von Birger Petersen

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Beschreibung

Die Italienischen Lieder für Sopran und Klavier entstanden zwar erst 1954, sind aber auf jeden Fall ein Reflex auf die italienische Periode in Jacobis bewegtem Leben. Die Vertonung der beiden Sonette stellt die besondere Art der Melodik, auf die Jacobi nicht zuletzt in seinen Vokalwerken Rücksicht nahm, unter Beweis. Jacobi erklärte 1967: »Das Komponieren von Texten ist eine Aufgabe, um die ich mich sehr bemüht habe. Da ich literarisch anspruchsvoll bin, fällt es mir stets schwer, geeignete Texte zu finden. […] Auch die Wahl der zu vertonenden Sprache ist für mich wichtig.«

Jacobi wählte für seine Lieder als Vorlagen zwei Gedichte aus der legendären Sammlung Lirici marinisti, die Benedetto Croce 1910 als ersten Band der Reihe »Scrittori d’Italia« herausgegeben hat: Ein Sonett – »Il Gelsomino tra le labbra« – stammt von einem anonymen Dichter, während der Neapolitaner Antonio Bruni (1593–1653) schon 1791 für Johann Joachim Eschenburg »unter die bessern italianischen Dichter« gehörte; sein Sonett trägt ursprünglich den Titel »La Favola di Europa«. Wolfgang Jacobis große Begeisterung für die italienische Sprache ist nicht nur daran abzulesen, dass er beide Sonette sehr poetisch selbst ins Deutsche übertragen hat: Die Fassung der italienischen Gedichte, die er mit seiner Übersetzung dem Manuskript der Kompositionen beigegeben hat, modernisiert sogar die sprachliche Form der italienischen Dichtungen, etwa indem Jacobi die Akzente ändert.

Marke

Jacobi, Wolfgang (1894–1972)

Begeistert von der Musik war Wolfgang Jacobi sein Leben lang. Bereits als Kind und Heranwachsender hatte er musikalisch-kulturelle Impulse erhalten. 1917, in französischer Kriegsgefangenschaft, träumte er davon, eines Tages ein erfolgreicher Komponist zu sein. Und er konnte seinen Traum verwirklichen. Nur dass ihm der große künstlerische Durchbruch nicht gelang. Vielleicht war Jacobis überaus genaue und selbstkritische Arbeitshaltung mit ein Grund dafür. Auf jeden Fall aber hinderte ihn das von den Nationalsozialisten verhängte Berufsverbot daran, seine begonnene Karriere auszubauen und aus dem Schatten der namhaften Komponistenkollegen zu treten. http://www.wolfgang-jacobi.de

Petersen, Birger (*1972)

Birger Petersen studierte Musiktheorie und Komposition an der Musikhochschule Lübeck sowie Musikwissenschaft, Theologie und Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität Kiel (Promotion 2001 über die Melodielehre Johann Matthesons). Nach Lehrtätigkeiten in Lübeck, Bremen, Herford, Greifswald und Osnabrück war Birger Petersen an der Hochschule für Musik und Theater Rostock in der Abteilung Komposition und Musiktheorie tätig, seit 2004 als hauptamtlicher Dozent und seit 2008 als Professor. Von 2008 bis 2011 leitete er als Sprecher das Institut für Musik. 2011 wurde er auf eine Professur für Musiktheorie an die Hochschule für Musik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz berufen.

Zusätzliche Information

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Jacobi, Wolfgang (1894–1972), Petersen, Birger (*1972)