Irene Kurka: neue musik leben. Das Buch zum Podcast Bd. 1 erschienen

Die Sopranistin Irene Kurka startete 2018 einen neuartigen und viel gefragten Podcast zur Neuen Musik, der mittlerweile über hundert Folgen umfasst. Im vorliegenden Band bringt die Podcast-Pionierin ausgewählte Beiträge in die Form eines Lesebuches, das Räume für Kreativität, Praxis und Lebenserfahrung eröffnet. Die Interviews werden ergänzt durch wertvolle eigene Texte zu Gesangstechnik, Aufführungspraxis, Selbst- management und Künstlerleben – eine spannende und unterhaltsame Lektüre, eben: neue musik leben.

Mitteilungen der Hans Pfitzner-Gesellschaft Heft 79: Pfitzner und Zeitgenossen

Mahler – Strauss – Pfitzner: Man könnte die drei in den Sechzigerjahren des 19. Jahrhunderts geborenen Zeitgenossen in jeder der vier möglichen Zweierkombinationen als Antipoden, freilich innerhalb des gleichen spätromantisch-frühmodernen Spektrums, bezeichnen. Mit anderen Komponisten, die Pfitzner als musikalisch Verwandte oder Weggefährten betrachtete, unterhielt er freundschaftliche Beziehungen. Auch die Zeitgenossen Engelbert Humperdinck (1854-1921), Wilhelm Kienzl (1857/-1941), Max Reger (1873-1916), Ermanno Wolf-Ferrari (1876-1948) oder gar Max Bruch (1838-1920) als Vertreter der älteren Generation, gehören dieser affinen Kategorie an. Der vorliegende Band als Jahrbuch der Hans Pfitzner-Gesellschaft 2019 beleuchtet zeitkritisch und wissenschaftlich das spannende Themenfeld „Pfitzner und Zeitgenossen“.

Neue Werke von Andreas Pieper, John Patrick Thomas und Dominik Susteck

Der Duisburger Komponist Andreas Pieper legt mit seinem Band 2 der Klavierfantasien 16 weitere, spannende Kleinformen vor. Mit den neuen 12 Orgelfantasien begibt er sich zu dem großen Tasteninstrument. Sein Lebenswerk zeigt Verlags-Neuling John Patrick Thomas mit Found music und weiteren Werken, komponiert zwischen 1968-2020. Ausführlich sind muttersprachliche Ausführungen sowie kleine »Vorgesänge« für optionale Vor-Aufführungen für Stimme solo innerhalb dieses umfangreichen Bandes von über 70 Seiten. Dominik Susteck schrieb seinen vierten Orgelzyklus Orgellabyrinth zum 50-jährigen Jubiläum der Schuke-Orgel der Sophienkirche Berlin in 5 Sätzen auf 32 Seiten.

CD: Unterm Sternenlicht – Werke von Isang Yun und Younghi Pagh-Paan

Exemplarisch demonstrieren das die Stücke von Younghi Pagh-Paan und Isang Yun, die bei Pagh-Paan seit den 1980er, bei Yun bereits seit den 1960er Jahren entstanden. Denn in ihnen begegnen sich zwei verschiedene Musikkulturen: die traditionelle koreanische und die westliche Moderne. Younghi Pagh-Paan und Isang Yun haben ähnliche Biografien. Sie hatten zunächst eine Ausbildung in Korea absolviert. Dann setzten sie ihr Studium in Deutschland fort. Beide blieben hier, sie etablierten sich mit ihren Kompositionen im westlichen Musikbetrieb und sie waren auch bedeutende Lehrer-Persönlichkeiten. Und bei beiden fließen die Erfahrungen mit der östlichen und der westlichen Musikkultur gleichberechtigt in die Klanggestalt der Werke ein. Die Elemente der verschiedenen Traditionen behalten dabei ihr Eigenes, und zugleich beleuchten sie sich gegenseitig in ihren Besonderheiten.

Der neue Band der MODULE zur Orgelimprovisation im Gottesdienst IV (Barocke Formen) ist da.

Der vierte Band der Module zur Orgelimprovisation im Gottesdienst, der zeitlich und stilistisch an den ersten Band der Reihe anschließt, steht ganz im Zeichen des Barock. Von einfachen Formen ausgehend, werden die Inhalte zunehmend komplexer und führen unter anderem zu den Themenbereichen Passacaglia, Fuge und Concerto. In allen Kapiteln des Bandes wird die Einbindung einer Choralmelodie in die entsprechende Form vorgestellt, so dass die Improvisationen als Choralvorspiel im Gottesdienst, bei größeren Formen auch als Konzertimprovisation, Verwendung finden können.

Neue Werke für Orgel von Torsten Laux und Stefan Antweiler

Zum BEETHOVEN-Jahr schrieb Torsten Laux sein Andante und Allegro mit „Freude schöner Götterfunken“. Ein Werk für Orgel und Trompete St. Michael steuert Stefan Antweiler bei.

Neue Klavierwerke u.a. von Andreas Pieper und Marco Ramaglia

Von Andreas Pieper ist der erste Band seiner Klavierfantasien erschienen. In seinem musikalischen Wirken ist Andreas Pieper an einer Überwindung des scheinbaren Widerspruchs zwischen einer eher romantisch geprägten Orientierung und der Verwendung von Stilmitteln der Moderne gelegen. Dazu konfrontiert er traditionelle Gestaltungselemente mit neuen Ausdrucksmitteln und versucht so namentlich “eine Brücke der Zuversicht zur ‘Welt hinter den Dingen’ zu schlagen”. Zudem erschien das kurze Einzelwerk „Dunkel – Licht“ von Dominik Susteck, ein im Dezember komponiertes Werk, das die Vergänglichkeit thematisiert. Weiterhin erschienen sind die Klavieretüden des Frankfurter Pianisten Marco Ramaglia, für den ersten Klavierunterricht.


Dominik Susteck „Spiegelbild“ jetzt in digitaler Ausgabe

Die Komposition „Spiegelbild“ thematisiert ihre eigene Besetzung. Nicht nur die Aufstellung in 8 Metern Entfernung frontal zueinander, sondern auch die gesamte musikalische Thematik bezieht sich auf gegenseitiges Abbilden, Imitieren, Umkehren und Vertauschen. Innerhalb dieser musikalischen Arbeit entstehen vielfältige Bezüge. Sie bleiben nicht rein innermusikalisch, sondern drängen nach außen.