Lunik – Sonar Quartett

19,95  inkl. Mwst.

VÖ-Termin 26.8.22
Are 7027 ISBN 4025034270270

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Beschreibung

Sonar Quartett SUSANNE ZAPF violin (alternating) WOJCIECH GARBOWSKI violin (alternating) NIKOLAUS SCHLIERF viola KONSTANTIN MANAEV violoncello

LUNIK I 13:35 12:06
MAGMA I 12:57
MAGMA II 8:13
MAGMA III 5:49
MAGMA IV 13:35

TOTAL 53:02

LUNIK
„Komprovisationen“. Dieses erfundene Wort ist ein Ausdruck für Kompositionen, ohne geschriebene Partitur, die auf Improvisationen basieren. Und: Alleinzutat dieser Einspielung. Das Sonar Quartett hat alle Stücke darauf selbst entwickelt. Nachdem es sich in seiner ersten CD SONAR mit Improvisationen auseinandergesetzt hat, knüpft es in LUNIK daran an: Die vier Musiker:innen hatten den Wunsch, das Flüchtige festzuhalten. Sie wollten genauer an den Klängen feilen, sie sortieren, polieren und raffinieren. So entstanden Werke, die zwar Struktur vorgeben – wie Aufbau, Form und Klangsprache –, aber der Freiheit trotzdem genügend Raum lassen.
Den Anstoß, all das Flüssige in eine feste Form zu gießen, gab die Konzertreihe EVOLUTION, für die die Eigenkomposition Magma entstand: Für jedes Konzert wurde einer der vier Teile von Magma entwickelt und mit Fremd-Kompositionen kombiniert. Da die Reihe coronabedingt nicht stattfinden konnte, marschierten die vier Musiker:innen im Herbst 2021 eben in den Kammermusiksaal des Deutschlandfunks und nahmen dort Lunik I und Magma I-IV auf.
Mit Lunik I zeigt das Sonar Quartett die erste seiner weiterentwickelten Improvisationen.
Das Konzept dazu stammt von Nikolaus Schlierf (Viola): Zwei Glissandi, die sich abwechselnd voneinander entfernen und aufeinander zukommen. Zunächst hatten er und Wojciech Garbowski (Violine) an der Realisation mit Elektronik herumgetüftelt, in den ersten Proben experimentierte das Quartett dann mit verschiedenen Möglichkeiten der Umsetzung und entschied sich schließlich für eine davon. „Lunik I ist ein einziges Glissando mit Zwischenstationen – wie ein Raumschiff, das auf dem Weg zu seinem Ziel immer wieder Zwischenstationen ansteuert“, sagt Wojciech Garbowski. Die einzelnen Glissandi in jeder Stimme bilden das Gerüst für diese Raumfahrt. Für die passenden Klangfarben der Zwischenstationen haben die Musiker:innen immer wieder neue Klänge ausprobiert und kultiviert. Sie schleichen sich langsam in den Gesamtklang hinein, schweben, strahlen, straucheln und driften ab. Lunik I klingt wie ein Prisma, in dem sich verschiedene Lichter brechen und dabei auffächern – Ton für Ton, Klang für Klang, Schattierung für Schattierung.
In einem Vulkan entsteht Magma da, wo Hitze und Druck im Erdinneren sehr hoch sind. Dort schmilzt das Gestein und wird zu zähflüssigem Gesteinsbrei, Magma. Es sammelt sich in unterirdischen Hohlräumen und fließt bei steigendem Druck nach oben bis an die Erdoberfläche.

Das vorliegende Stück ist genau das: Musik von Kraft, Energie und Hingabe geformt, direkt aus dem Inneren des Quartetts. Magma ist ein klingender Prozess: Die einzelnen Teile entstanden nach und nach für jedes Konzert neu. Festgehalten wurden sie nicht in herkömmlichen Partituren, sondern in Skizzen: mal als Text, mal als Grafiken oder einzelne Klänge. Wichtig für die Stücke ist ihre Struktur. Sie legt die einzelnen Formteile und deren jeweiligen Fokus fest. „Ich brauche nicht die kleinsten Details und Reduzierungen, sondern für mich muss das Stück an sich insgesamt funktionieren. Das tut es für mich, wenn es eine große Form hat und Teile, die klar sind und sich sinnvoll anfühlen“, sagt Susanne Zapf (Violine). Festgelegt wird auch, welche Person den Übergang von einem Teil in den nächsten einleitet. Für die einzelnen Teile, außer dem ersten, war jeweils eine Person für die Form und das Konzept zuständig. Magma zeigt die unterschiedlichen Vorlieben und Umgangsweisen der Quartettmitglieder – wie eine Visitenkarte aus Tönen.
Magma I (Rhyolith) wurde als einziger Teil im Kollektiv konzipiert und erarbeitet. Das hört man: Es lebt, atmet und pulsiert wie ein eigener Organismus, mal ist der Ausdruck dabei eher bejahend, zeigend, voranschreitend, ein andermal staunend, fragend, neugierig. In der Mitte entsteht ein
gläserner Dialog zwischen den Geigen, in den schließlich auch Bratsche und Violoncello einsteigen, bis am Ende alles Gesagte in einer fahldämmrigen Klangwolke entschwebt.
Magma II (Andesit) arbeitet nicht mit festgelegten Noten, sondern mit Regeln. Im Zentrum des Stücks steht die Zahl sieben. Sie bestimmt Töne, Akkorde, Linien, Formteile und Wiederholungen. Auch wenn die Regeln streng festgelegt sind, bergen sie doch schier unendliche Möglichkeiten, die im weiteren Verlauf des Stücks ausgelotet werden.
Magma III (Basalt) erinnert mit seinen repetitiven Motiven in Dauerschleife an Minimal Music, allerdings mit einem starken Motor. Dieses Stück, bei dem lediglich die Akkorde festgelegt sind, beeindruckt durch seine eruptive Energie, mit der die einzelnen Töne wie aus einer feurigen Masse herausgeschleudert werden.
Magma IV (Pikrit) ist ein rhythmisches Stück, für das nichts aufgeschrieben wurde. Es beginnt mit energisch- explosivem Klopfen, Pochen und Hämmern auf den Instrumentenkorpussen. Die Geräuschpalette wird durch den Einsatz von Büroklammern, Gummibällen und Fahrradschläuchen erweitert. Nach und nach treten gestrichene und gezupfte Klänge hinzu und werden wieder von inbrünstigem Quietschen und Kratzen übermalt.
Das Sonar Quartett macht Musik, die über es selbst erzählt – wie eine Band. Es bewegt sich durch pseudo-barocke Klänge ebenso selbstverständlich und gegenwärtig wie durch Romantik- oder Minimal-Music-Reminiszenzen.
Die Leitplanken innerhalb der Stücke vermeiden ein Ausfransen oder Sich-Verlieren und sorgen für ein schlüssiges Gesamtbild mit verspielten Details, klaren Linien und daraus ausbrechenden Verzierungen.
Das Material ist reduziert und lenkt dadurch umso deutlicher das Ohr auf das, was da ist: Schimmernde Klangfarben und minimale Veränderungen, die stets in das große Ganze eingebettet sind. Die Klänge wirken extrem nah und körperlich – wie Räume, die einladen, sie zu begehen, zu inspizieren und sich in ihnen aufzuhalten. Sie provozieren Reaktionen, wecken Neugierde und offenbaren Ton für Ton weitere Facetten ihrer Persönlichkeiten.

DAS SONAR QUARTETT
Seit seiner Gründung 2006 tastet das Sonar Quartett immer wieder die Ränder der klassischen Musik ab, es erschafft Utopien und improvisiert Klangabdrücke, deren Nachhall schon den Weg zum nächsten notierten Werk nährt. Die vier in Berlin lebenden Musiker:innen verstehen sich als komponierendes Streichquartett, das weit über vermeintliche Genregrenzen hinausgreift, indem es sich auch der eigenen Körper, elektronischer Verstärkung und Verfremdung bedient oder auch bildkünstlerische Werke in Klang verwandelt. Neue Musik geht mit dem Sonar Quartett über das Hör- und Sichtbare hinaus, sie wird für die Spielenden und für die Zuhörer:innen gleichermaßen zu einem taktilen Erlebnis.
Das Sonar Quartett war in den vergangenen Jahren mit Konzerten bei einschlägigen Festivals wie London Ears, Gaudeamus Utrecht, Présences Paris, Tage Neuer Musik Zürich, Pan Music Festival Seoul, Festival Musiiki Aika (Finnland), Huddersfield Contemporary Music Festival, Era Schaeffera Warschau, KLANG Kopenhagen Avantgarde Music Festival, Nauriz XXI Almaty (Kasachstan), Festival de Musica de Morelia (Mexiko) und Open Days Aalborg zu Gast. Daneben
konzertierten sie bei den Festivals Ultraschall Berlin, MaerzMusik, dem Forum Neuer Musik des Deutschlandfunk, dem Siemens Arts Program, dem Bachfest Leipzig und den Wittener Tagen für neue Kammermusik.
Vom klassischen Streichquartett Schostakowitschs über selten gespielte Komponisten wie Friedrich Goldmann, das neu erarbeitete Werk „Cat O‘Nine Tails“ von John Zorn bis hin zu jungen Komponist:innen wie beispielsweise Farzia Fallah – das Repertoire des Sonar Quartetts präsentiert eine große musikalische Bandbreite. Davon zeugt auch die Zusammenarbeit mit Künstler:innen wie Dieter Appelt, Alwynne Pritchard – Komponistin und Performerin – oder Beatboxer Daniel Mandolini in einer Komposition von Tobias Schwencke. In Zukunft möchte sich das Ensemble außerdem intensiver mit Elektronik beschäftigen, um die eigenen Werke klanglich zu erweitern.
Als komponierendes Streichquartett schafft das Sonar Quartett in der konsequenten Weiterentwicklung der gemeinsamen Improvisation notierte Kompositionen, reproduzierbar und dennoch flexibel durch die jeweilige Interpretation. Dies bedeutet für die vier Berliner Musiker:innen eine sehr unmittelbare Form des Ausdrucks, die über die Jahre der Zusammenarbeit entstanden ist: das Spielen zeitgenössischer Kompositionen wurde ergänzt, kontrastiert und reflektiert in gemeinsamen Improvisationen. Dabei entstanden magische Klänge, sehr reiche, ungewöhnliche Klangwelten wurden aufgestoßen. In der Folge manifestierte sich der Wunsch, diese Improvisationen festzuhalten, wiederholbar zu machen und dazu zu viert ein System der Kommunikation und der Notation zu entwickeln und den gemeinsamen Klang immer wieder neu zu suchen, zu definieren und festzuhalten.
So etabliert sich das Sonar Quartett seit 2019 mit seiner CD SONAR (Are Verlag), der Komposition Lunik I (Huddersfield Contemporary Music Festival) und Magma (Konzertreihe EVOLUTION) als komponierendes Streichquartett. Mit diesem Engagement möchte das Ensemble einen neuen Bereich definieren und Standards setzen: es wird durch das gemeinsame Komponieren kein Komponist, die Musiker:innen treten nicht wie ein:e Komponist:in in Erscheinung, sondern die gemeinsam entwickelten Stücke sind Konzeptkunst, Kollektiv-Kompositionen.
Während der Pandemie hat diese Form des Ausdrucks aus einer neuen Perspektive an Bedeutung gewonnen, zumal eine sehr intensive Arbeit an den eigenen Kompositionen erfolgte, die in mehreren Videos und im Livekonzert präsentiert werden konnten. Trotz ihrer Wiederhol- und Reproduzierbarkeit sind die Werke immer auch Reaktion auf den jeweiligen Raum, werden im Dialog mit dem Publikum einzigartig. Konzerte sind fundamentaler Bestandteil der künstlerischen Arbeit, da sie Spiegel und Referenz sind, die Stücke erst dort lebendig werden. Die Musiker:innen verstehen sich gleichermaßen als Klangforscher:innen, die an der Grenze von Komposition und Improvisation experimentieren, forschen und dadurch herausstellen, welchen unersetzlichen Wert das Livekonzert-Erlebnis durch die Flexibilität und Reaktionsmöglichkeiten ausmacht.
Aus dieser Arbeit ist auch das vorliegende Album entstanden, auf dem die Werke zwar gebannt sind, durch die jeweilige Rezeption der Hörerin oder des Hörers aber ihre ganz eigene Interpretation erfahren werden.

LUNIK
Comprovisations: a composite word referring to musical compositions without written scores and based on improvisations. These are the key components of LUNIK. Continuing the Sonar Quartet’s previous work with improvisation from their debut record SONAR, LUNIK marks the group’s attempt to capture the fleeting through improvisation. Driven by an urge to work more precisely with sound in a process of sorting, polishing, and refining, the group’s four musicians have developed new works offering structure, such as timing, form, and color, while still allowing room for freedom.
The urge to bring these ideas to light arose during the concert series EVOLUTION, for which the original composition Magma was created. Each of Magma’s four movements was to be developed and presented in combination with other composers’ works during those concerts. When the series could not take place due to COVID restrictions, the quartet reached out to Deutschlandfunk, and recorded Lunik I and Magma in their chamber music hall in Autumn, 2021.
With Lunik I, the group presents its first self-proclaimed “evolved improvisation.” This work’s concept came from violist Nikolaus Schlierf: two glissandi move alternately away from and toward each other.
At first, Schlierf and violinist Wojciech Garbowski tinkered with the motif electronically. Then, the group experimented with the material during the first rehearsals before arriving at a final version. As Garbowski describes, ”Lunik I is a single glissando with intermediate stations – like a spaceship making multiple stops on the way to its destination.” The framework of this space journey is formed by the individual glissandi sounding from each musical voice, cultivated by each musician through experimentation. These voices creep into the overall sound, hovering, radiating, stumbling, drifting off. Lunik I works like a prism in which light refracts and disperses against its surfaces – tone for tone, sound for sound, shade for shade.
The natural material magma is formed inside a volcano, where the heat and pressure beneath the earth’s surface are incredibly high. This extreme heat and pressure causes rock to melt, becoming molten and viscous. Magma then collects in underground chambers and, as pressure rises, flows upward toward the earth’s crust. This recording contains just that: music shaped and channelled by powerful and energetic devotion, straight from the quartet’s heart.
Magma is sound in progress, a continuous musical process in which the sections are re-worked for each concert. Rather than notated in conventional scores, each movement exists as a sketch: as text, graphics, or individual sounds. Most important for these movements is their structure, which defines both individual form and respective focus. As violinist Susanne Zapf describes, “I’m not interested in the smallest details and reductions. For me, the piece has to work as a whole, with overall form and clear parts. That’s when it becomes meaningful.” The group determines which person initiates each transition. For all except the first movement, which was developed collectively, individual musicians were responsible for the form and concept of the remaining movements. As a result, Magma reveals the contrasting preferences and intersecting approaches of the quartet members – like a collective fingerprint comprised of sound waves.
Magma I (Rhyolith) is the only collective composition, and you can hear it; it breathes, and pulsates like a living organism, sometimes affirmative, evident, and progressive, and other times astonishing, questioning, and curious. Toward the middle, a crystalline dialogue occurs between the violins, which is then joined and echoed by the viola and cello. Eventually, all that has been said fades into a dim cloud of sound.
Magma II (Andesit) doesn’t operate with fixed notes, but with rules. The number
seven is the focus of this movement; it determines single notes, chords, lines, sections, and repetitions. Even though rules are strictly defined, they offer seemingly infinite potential for exploration.
Magma III (Basalt) contains continuous looped motifs reminiscent of minimal music, but with a strong, charged motor. This movement, in which only chords are fixed, contains an eruptive energy, like individual notes launched from a fiery mass.
Magma IV (Pikrit) is a rhythmic work with no written score. It begins with energetic and explosive knocking, thumping, and hammering on the instruments’ bodies. Those noises are then expanded by use of paper clips, rubber balls, and bicycle inner-tubes. Gradually, notes are produced by bowing and plucking, which are then overlaid by fervent squeaking and scratching.
The Sonar Quartet makes music to reveal the group’s identity, just like a rock band. They refer to baroque influence with as much ease and contemporary relevance as they do romantic or minimal music genres. Structure prevents fraying and confusion, providing a coherent overall picture that features playful details, clear lines, and embellishments that push the limits. The material’s reduced simplicity directs the ear clearly to the focus: shimmering timbres and minimal shifts, always woven into in the larger whole. Sounds seem extremely close and physical – spaces that invite you to enter, observe, and remain. They provoke reactions, arouse curiosity, and reveal, tone by tone, the facets of their personalities.

“Working on Magma … [was] a journey into the minds of my colleagues. I rediscovered the familiar, much like returning to a place you know from childhood.
It’s familiar now, yet completely new.”
Wojciech Garbowski

THE SONAR QUARTETT
Since its formation in 2006, the Sonar Quartet has pushed the boundaries of classical music, creating new worlds through improvised sound impressions. The group’s four musicians grasp far beyond any presumed limits of genre, transforming concepts and visual works into a visceral sound experience by enhancing natural sounds with electronic amplification and modification. New compositions exceed the audible and visible, becoming a tactile experience for players and listeners alike.
In recent years, the Sonar Quartet has performed at festivals such as London Ears, Gaudeamus Utrecht, Présences Paris, Tage Neuer Musik Zürich, Pan Music Festival Seoul, Festival Musiiki Aika (Finland), Huddersfield Contemporary Music Festival, Era Schaeffera Warsaw, KLANG Copenhagen Avantgarde Music Festival, Nauriz XXI Almaty (Kazakhstan), Festival de Musica de Morelia (Mexico), and Open Days Aalborg. The group has also played at the Berlin festivals Ultraschall Berlin, and MaerzMusik, as well as the Forum Neuer Musik of Deutschlandfunk, Siemens Arts Program, Bachfest Leipzig, and the Wittener Tage für neue Kammermusik.
From masterpieces such as a Shostakovich string quartet to works of lesser-known
Berlin-based composers like Friedrich Goldmann, the Sonar Quartet’s repertoire encompasses a wide musical range. Recent programs have included John Zorn’s Cat O’Nine Tails, as well as compositions from emerging composers like Farzia Fallah. This versatility has been evident in collaborations with artist Dieter Appelt, composer and performer Alwynne Pritchard, and beatboxer Daniel Mandolini in a composition by Tobias Schwencke. Future projects aim to explore more intensive work with electronics in order to expand the group’s sonic reach.
The Sonar Quartet creates self-compositions that explore collective improvisation, reproducible but still flexible within each performance. For the Berlin-based musicians, these works have become a direct form of expression developed over years of collaboration. This unique creative process has unlocked access to rich and unusual sound worlds. The group then records these improvisations to develop a communicative form of notation to define and build upon their collective sound.
In 2019, the Sonar Quartet released its first self-composition with SONAR (Are Records), which is followed by the works Lunik I (Huddersfield Contemporary Music Festival) and Magma (EVOLUTION concert series). This creative direction highlights the ensemble’s aim to forge a new field with a new creative standard. In composing together, the four musicians are not singular composers; rather, the collaborative process creates a conceptual artwork of collective compositions.
During the pandemic, this form of expression gained new importance for the ensemble, as these works could be presented in both recordings and live concerts. Despite the repeatability and reproducibility of recordings, concerts have remained a fundamental part of the group’s creative process. Self-compositions provide a
clear reaction to the performance space, and offer a unique dialogue with the audience. Thus, concerts serve as mirror and reference point for the pieces to become alive. In performance, the group’s musicians serve as sound researchers whose musical experiments cross the border between composition and improvisation. The flexibility and reactive potential of the live concert experience is irreplaceable.
This recording is the result of a rich creative process. Every new listening promises a new and unique experience for the listener.

“Silence has a specific sound.
We wrap silence to bring out that sound.”
Nikolaus Schlierf

IMPRESSUM
Das Sonar Quartett wird gefördert durch die Basisförderung für freie Gruppen im Bereich Ernste Musik der Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin. Die Entwicklung der eigenen Kompositionen des Sonar Quartetts wurde gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds sowie durch den Musikfonds e.V. mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.
The Sonar quartet is supported by the Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin with a grant for basic funding for independent groups in the area of classical music. The development of the Sonar Quartet’s own compositions was supported by the Hauptstadtkulturfonds as well as by Musikfonds e.V. with project funds from the Federal Government Commissioner for Culture and the Media as part of NEUSTART KULTUR.

Produktion | Production Sonar Quartett, Are Verlag
Ko-Produzent | Co-Producer Frank Kämpfer (Deutschlandfunk)
Tonmeister | Sound engineer Robert F. Schneider
Toningeneurin | Sound engineer
Eva Pöpplein Projektmanagement
Berit Kramer | Kulturmanagement kramer-kulturmanagement.de
Übersetzung | Translation Lucy Van Cleef
Redaktion | Editing Kristina Patzelt Berit Kramer
Fotos | Photos Anna Kott Yoél Culiner
Grafische Gestaltung | Graphic design Amanda Group amanda-group.com
Aufnahme | Recording 11.-14.09.2021
Deutschlandfunk Kammermusiksaal
© & ℗ Are Verlag 2022
Are 7027 Are Verlag Dominik Susteck
UPC/EAN : 4025034270270

https://www.sonarquartett.de

 

Marke

Sonar Quartett

Zusätzliche Information

GTIN

4025034270232