Bongartz, Markus: Atemnot für Violine und Orgel

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Are 2345, Violinstimme separat

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Beschreibung

Atemnot (2017)

für Violine und Orgel

Die Idee zu dieser Komposition entstand bei der Beschäftigung mit dem ursprünglichen Ritus der Taufe. Es hat den Charakter einer Konfrontation: mit Wucht ist der Täufling den Elementen ausgesetzt. Das Eintauchen des Kopfes unter Wasser lässt die Kraft des Wassers und der Luft spüren. Beides ist notwendig und gefährlich zugleich, ein Einbruch des Realen in die behagliche Welt des „Kind-Seins“. Das Sakrament, das Rituelle geht vollkommen auf im Charakter des Materiellen. Deshalb beginnt das Stück wie ein monolithischer Block, musikalisch-klangliches Material wie zum Greifen. Die Violine tritt zunächst alternierend mit der Orgel in Erscheinung, dann zunehmend dialogisierend – die Textur verflüssigt sich, wird individueller, beseelter.

Dauer: ca. 8’

Ein Auftrag von Dominik Susteck für die „Nacht zeitgenössischer Orgelmusik“ 2017 in Berlin.

Atemnot-Muster

Marke

Bongartz, Markus (*1963)

Geboren in Mönchengladbach, von 1983-86 zunächst Violinstudium in Essen, dann bis 1992 Kompositionsstudium bei Nicolaus A. Huber, 1990-92 Studium der Computermusik bei Dirk Reith, 1993 Abschluss. Zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. Sonderpreis der Jury beim FESTIVAL INTERNATIONAL DE MUSIQUE DE BESANÇON, erster Preis beim Wettbewerb „Musikpreis des NDR“ , 1995-96 Stipendium des DAAD für einen neunmonatigen Studienaufenthalt an den ATELIERS UPIC in Paris, 1996 Einladung zur Session de Composition in Royaumont/Paris, geleitet von Brian Ferneyhough, Klaus Huber und Xu Shuya, mit Unterstützung der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW, 2003 Mitwirkung am Projekt „Die Exotik des Anderen“ in Tokyo; Einladung an das JML-Institut. Von 2011-16 Vorstandsmitglied der bgnm. Lebt als freischaffender Komponist und Musikerzieher in Berlin. www.markus-bongartz.de